Montessori
Landesverband
Baden-Württemberg e.V.

Workshop 1 mit Cordula Lehrer-Arana und Devingie Govender: Das Leben in einem Nido

Frau Cordula Lehrer-Arana bot mit ihrer Kollegin Devingie Govender, die international in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet hat (Südafrika, London & Zürich), einen interessanten Einblick in die Arbeit in einem Nido. Dabei lag ihr Schwerpunkt auf der Vorstellung von Entwicklungsmaterialien für das Alter zwischen 1 und 3 Jahren. Diese wurden entsprechend der sensiblen Phasen der ersten drei Lebensjahre dargeboten und durch Fotos von vorbereiteten Umgebungen aus unterschiedlichen Nidos visualisiert.

Auf der Zeitleiste aus dem Internationalen Montessori-Diplomkurs wurden Sensible Phase und entsprechendes Entwicklungsmaterial übersichtlich dargestellt (Psychomotor Development). Darüber hinaus konnten die Teilnehmer des Workshops auch einige Materialien - auf Tischen ausgestellt - „real begreifen“ sowie gezielt Fragen stellen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorbereiteten Umgebung sowie die Bedeutung des Nido als „Home away from home“. Abgerundet wurde der Workshop durch drei Darbietungen, die die Arbeit im Nido für alle noch einmal verdeutlichte: Nase-Putzen, Fenster-/Spiegelputzen sowie Zitronenlimonade-Herstellen. Ein sehr gelungener Workshop! Vielen Dank!

 

Workshop 2 mit Renate Hipp: Beobachtung und Dokumentation: gefürchtet oder arbeitserleichternd??????????

Was versteht Maria Montessori unter Beobachtung, und welche Forderungen stellt der Orientierungsplan?

Dieser Fragestellung nahmen wir uns im Workshop von Frau Hipp an und lernten den Beobachtungsbogen aus ihrem Kinderhaus kennen. Mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation konkretisierten wir im Dialog, dass Beobachtung eine grundlegende Fähigkeit in der Pädagogik von Maria Montessori ist und diese durch die Haltung dem Kinde gegenüber, mit mehr Geduld als Aktivität zu begegnen, unterstützt wird.

Dieses Resultat ist als Paradigmenwechsel im Orientierungsplan festgeschrieben worden und stärkt so die Möglichkeit von Kindern, selbsttätig zu werden und sich aus sich heraus zu bilden. „Denn wenn die Vorgänge nicht gesehen werden, ist es, als ob sie nicht bestünden.“ 

Mit diesem Zitat von Maria Montessori war der Bogen zur Beobachtung und Dokumentation geschlagen. Im Gespräch tauschten wir unsere Kenntnisse bezüglich der Grundlagen des Orientierungsplans aus und widmeten uns dann einer der vielen systematischen Beobachtungen des einzelnen Kindes und der fundierten schriftlichen Dokumentation.

Frau Hipp stellte uns ihre Beobachtungsbogen aus ihrem Kinderhaus vor und erläuterte uns auch den Weg, den sie und ihr Team bestritten haben.

 

Workshop 3 mit Christine und Dieter Wengert: Elementare und weiterführende Experimente zum Thema Strom

Erstellung des Stromkastens mit Experimentier-Brettchen, Steckverbindungen und einer Aufgabensammlung

Der Workshop von Christine und Dieter Wengert  zum Thema: „Elementare und weiterführende Experimente zum Thema Strom“ begann mit einer Einführung in die elementaren Versuche zum Stromkreis, Parallelschaltung, Reihenschaltung und Einbau eines Schalters in einen Stromkreis. Ein Versuchsaufbau zur Prüfung von Material auf seine Leitfähigkeit führte zu den Begriffen Leiter und Nichtleiter.

Danach ging es an die praktische Herstellung der Versuchsbrettchen. Da war von Dieter Wengert bereits Unglaubliches an Vorarbeiten geleistet worden. Die Brettchen waren alle vorgebohrt, so dass wir die Anschlussbuchsen nur noch einschrauben mussten. Das ganze Material für den Zusammenbau war perfekt vorbereitet und so konnten wir innerhalb kurzer Zeit bereits die ersten fertigen Brettchen vorweisen. Christine Wengert hatte zum Material 2 CDs erstellt mit einer Kartei, deren Versuche auch wirklich funktionieren und einer Menge hilfreichen Zusatzmaterials.

Am nächsten Morgen wurden weiterführende Versuche vorgestellt und gemeinsam durchgeführt, zum Beispiel Magnetismus, Funktion eines Elektromotors und einer Batterie.
Am Ende konnte jeder Teilnehmer eine nahezu fertige „Stromkiste“ und viele gute Tipps für die Freiarbeit mit nach Hause nehmen. Ganz herzlichen Dank an Christine und Dieter Wengert für diese interessante und absolut perfekt vorbereitete Fortbildung!

 

Workshop 4 mit Markus Wurster: Die Ellipse

Markus Wurster gelang es in seinem Workshop wieder einmal, ein abstraktes Thema konkret anschaulich erfahrbar werden zu lassen. Mit dem "Ellipsenzirkel“ haben wir unterschiedlich große und beliebig geformte Ellipsen zeichnerisch konstruiert und konnten die geometrischen Berechnungen nachvollziehen und selbst anwenden, begleitet von vielen spannenden Ausführungen zur Geschichte der Mathematik und Astronomie. Vielen Dank für das toll ausgearbeitete Skript und die spannende Veranstaltung!

 

Workshop 5 mit Markus Wurster: Dreiecke und ihre Besonderheiten

Anknüpfend an die Vorerfahrungen mit der Geometrischen Kommode führte uns Herr Wurster über praktische Faltarbeiten zum Thema „Exaktheit“: Um ansprechende Ergebnisse zu erhalten, ist genaues Arbeiten eine wichtige Voraussetzung. Dann lassen sich auch komplexe Themen wie die „Eulersche Gerade“ anschaulich darstellen und nachvollziehen.

Das grundlegende Wissen über die Dreiecke und ihre Gesetzmäßigkeiten ist seit der Antike bekannt, wurde im Laufe der Jahrhunderte aber immer weiter vervollständigt. Herrn Wurster gelang es in bewährter Weise, uns an diesem Prozess des Wissenserwerbs teilhaben zu lassen. Herzlichen Dank dafür und für die toll ausgearbeiteten Workshopunterlagen!

 

Workshop 6 mit Renée Classen und Peter Bay: Anmerkungen zur Arbeit mit den Sprachfächerkästen in Verbindung zur Funktion der Wortarten

Durch die Arbeit mit den Sprachfächerkästen konnten wir anschaulich erfahren, welche Möglichkeiten sie eröffnen, Kindern die komplexe Fachterminologie der Wortarten zu vermitteln und handelnd eine differenzierte Analyse und Klassifizierung vorzunehmen. Dies gelingt mit Hilfe des Materials schon Kindern im frühen Grundschulbereich. Beiden ReferentInnen herzlichen Dank für die spannende, anschauliche Veranstaltung!

 

Workshop 7 mit Elena Schneider und Tatjana Zaharov: „Die Jahresuhr steht niemals still"

Eine Reise durch das Jahr mit vielen Liedern, Fingerspielen und Bastelanregungen unter Zuhilfenahme vielfältiger Materialien. Ein Lied begleitete uns durch alle 4 Jahreszeiten: „Der Sommer ist da“. Hierbei wurden die Jahreszeiten ausgetauscht und auch die Aktivitäten. Mal gab es was zu riechen, mal etwas zu fühlen, mal etwas zu schmecken, was jeweils in die Jahreszeit gehört.

Frau Schneider und Frau Zaharov führten mit Schwung und guter Laune durch den Workshop. Am Ende konnte jede der Teilnehmerinnen etwas für ihre Arbeit mitnehmen und ein gutes Skript wird dafür sorgen, dass dieser Workshop unvergessen bleibt.

 

Workshop 8 mit Renée Classen und Peter Bay: Vielfache und Teiler, GGT und KGV, Primfaktoren und Primfaktorenzerlegung

Die ausgestellten Materialien des Workshops waren eine echte vorbereitete Umgebung. Die vorgestellten Materialien, das Steckbrett und der Perlenkasten, sind in den meisten Montessori-Klassen vorhanden, aber dass in denen so viele Möglichkeiten stecken, war wirklich neu.

Vor jeder Aufgabe wurde gesagt, welche Erfahrungen das Kind damit schon haben muss, an die es anknüpfen kann. Und so haben wir als Detektive nach dem größten gemeinsamen Teiler und nach dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen gesucht.

Hinter der kompetenten Durchführung des Workshops, bei der Inhalte sinnvoll miteinander verknüpft wurden, steckt eine enorme Vorbereitung der Referenten.

 

Workshop 9 mit Irmtraud Faller: Kompositorische Kreativität

Mit einfachen musikalischen Mitteln wurden Maria Montessoris Erzählungen untermalt und akustisch erfahrbar – Irmtraud Faller nahm uns mit ihren faszinierenden Instrumenten mit auf die Reise und ließ uns alle im gemeinsamen Zusammenspiel ein Teil davon werden. Herzlichen Dank dafür.

 

Workshop 10 mit Mario Pierl: Papyrusherstellung

Die Wiederentdeckung des Papyrus als Schreibstoff der Geschichte: Mario Pierl versetzte uns mit seiner PowerPointPräsentation in Zeiten, in denen der Papyrus seine Hochkultur hatte, und zeigte uns die Herstellungsmethoden damals und heute auf.

In der Praxisphase konnten wir eigene Erfahrungen mit der Herstellung von Papyrusblättern aus getrockneten Papyrusstreifen sammeln – dank seines Ideenreichtums spannend und kinderleicht, wenn man/frau weiß, wie’s geht. Herzlichen Dank für die interessante, lehrreiche und kurzweilige Veranstaltung.

 

Workshop 11 mit Rainer Völkel: Montessori Qualität sichern im Kinderhaus: Das Montessori Qualitäts Siegel (MQS)

Rainer Völkel von der Deutschen Montessori Gesellschaft stellte uns das Montessori Qualitätssiegel vor. Dies soll in erster Linie ein Instrument zur Selbstevaluierung sein – und dann auch in eine Fremdevaluierung münden, die sicher stellt, dass Einrichtungen dem Montessori-Standard entsprechen. Es gab einen anregenden Austausch über die Umsetzung der Montessori-Prinzipien in der Praxis. Beobachtungen von Kindern während der Freiarbeit und deren Auswertungen schlossen diese informative Veranstaltung ab.

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