Montessori
Landesverband
Baden-Württemberg e.V.

Workshop 1 mit Claus-Dieter Kaul: Kosmische Erziehung als Fächer übergreifendes, vernetztes Prinzip des Lernens

Die 3 bei Maria Montessori – didaktisch, spirituell und psychologisch betrachtet. Zunächst nur eine Ziffer, nach 2 Stunden eine neue oder andere Dimension in unserem Denken?

Mit vielfältigem und vom Kinderhaus bis in die Sekundarstufe II geeignetem Material erklärte uns Herr Kaul seine Vorstellungen vom fächervernetzten Begleiten der Kinder. Die 3er Perlenstange ist rosa, rosa wie der dreidimensionale Rosa Turm. Im Stellenwert gibt es 3 Farben, die alle 3 Stellen wechseln. Die klassische Satzzerlegung erfolgt mit Subjekt, Prädikat, Objekt. Eine Schüttübung besteht zunächst aus einem Tablett und 2 Schüsseln.

Herrn Kauls Ausführungen regten uns an, die „3“ in unseren Materialregalen neu zu entdecken und in der Natur Dreierkonstellationen wahrzunehmen. Eindringlich bat er uns, Material schön, klar und ästhetisch anzubieten und nicht zuletzt die Vorbereitete Umgebung „auszumisten“. Denn in der heutigen Zeit gilt: Weniger ist mehr!

Vielen Dank für eine spannende, nachhaltig impulsgebende Veranstaltung und die tolle Vorbereitete Umgebung.

 

Workshop 2 mit Renate und Andreas Hipp: Vom Wunsch, über den Weg, zum Ziel! Montessori - Kinderhaus und – Schule, von der Idee zum festen Bestandteil in der Bildungslandschaft.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung war: Wie baut man eine Montessori-Einrichtung auf? Was gibt es für Erwartungen (der Eltern)? Welche Schwierigkeiten fallen an? Die Dozenten sammelten zu Beginn Erfahrungen und Fragen der Teilnehmer. In ihrer PowerPointPräsentation erzählten sie uns von einer Schule und einem Kinderhaus, das erfolgreich aufgebaut wurde, in der Laufbahn aber auch Höhen und Tiefen erlebt hat. Es gab viele Möglichkeiten, Fragen zu stellen und in den Austausch miteinander zu treten. Der Vortrag zeigte auf, dass der Aufbau einer solchen Einrichtung sicherlich schwierig und anstrengend ist, im Nachhinein aber durch und durch lohnenswert. Zu beachtende Eckpunkte wurden dargestellt und so eine mögliche Entwicklung transparent gemacht. Es war eine tolle Atmosphäre, vielen Dank!

 

Workshop 3 mit Brigitte Krug: Einführung in die Pädagogik Emmi Piklers

Inhalte waren:
-        Babys Zeit lassen, z.B. bei der Bewegungsentwicklung
-        Kommunikation zwischen Baby und Bezugsperson
-        Kindgerechte Räumlichkeiten, je nach Entwicklungsstufe unterschiedlich (Schutz und Raum zur Entwicklung)
-        Bedeutung von Ritualen und festen Bezugspersonen, um Kindern Vertrauen zu vermitteln und Geborgenheit zu bieten, durch die sie sich entfalten können

Frau Krug fragte in der Vorstellungsrunde nach unseren Wünschen und nahm während des Workshops immer wieder professionell Bezug darauf. Ohne Dogmatismus zeigte sie eine klare Linie und Haltung zu den Pikler-Umsetzungen und setzte die mitgebrachten Materialien, die sehr eindrucksvoll und prägnant gestaltet waren, flexibel ein. Allerdings stand die Haltung im Fokus, das Material dient nur der Ergänzung. Vielen Dank für die Literaturblätter zum Nachlesen und zur Vertiefung zu Hause, über eine Wiederholung oder Fortsetzung des Workshops würden wir uns freuen.

 

Workshop 4 mit Ursula Müller-Riekert: „Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben“ (Galileo Galilei) - Mathematik und Kosmische Erziehung

Schön, dass Frau Müller-Riekert, ganz im Sinne der Kosmischen Erziehung, den Workshop mit der „Erzählung von der Entstehung der Zahlen“ eröffnete, bevor wir uns von den in der Natur vorkommenden Mustern faszinieren ließen. Die Vielzahl der Anschauungsobjekte war wirklich beeindruckend. So konnten wir u.A. die Fibonacci-Zahlen in Zapfen und Sonnenblumen selbst entdecken.

Zum Abschluss lud uns eine reichhaltig vorbereitete Umgebung zum Entdecken und Erproben ein. Und zum Schluss blieb nur eine Frage: „Ist Gott ein Mathematiker?“

Vielen Dank für den total spannenden Workshop und die Mühe der umfangreichen Vorbereitung!

 

Workshop 5 mit Rainer Völkel: Montessori Qualität sichern im Kinderhaus: Das Montessori Qualitäts Siegel MQS

Herr Völkel stellte das MQS Montessori Qualitäts Siegel vor, es ging darum, wie eine Einrichtung sich auf den Weg zum MQS machen kann. Was kostet die Zertifizierung? Wo bekommt man das MQS her? Wie geht das Verfahren zur Selbstevaluation in der Einrichtung? Wie funktioniert Konzeptionsentwicklung? Es muss eine Diskussionsphase im Team geben. Dann eine Konsensphase, in der Träger, Eltern und Kinder mit einbezogen werden. Danach folgt die Analysephase, in der die Einrichtung der Vorbereiteten Umgebung begutachtet und analysiert wird. Aber nicht alles auf einmal. Wie werden Kinder beobachtet und wie wird es dokumentiert und im Team besprochen? Wie laufen die Gespräche mit den Eltern? Jede Veränderung kostet Zeit, d.h. etwas anderes muss dafür weggelassen werden.

Ist die Phase der internen Evaluation beendet, wird entschieden, ob sich das Kinderhaus extern begutachten lassen möchte. Eine vorausgehende Beratung ist möglich.

Vielen Dank für die vielen Informationen und Anregungen, gerne würden wir auch im kommenden Jahr mehr über das Beobachtungskonzept des MQS erfahren.

 

Workshop 6 mit Matthias Dautel: Experimentieren ohne Kisten - eine Annäherung an die "eigenen Fragen" der Kinder am Beispiel von Papiermaschinen

Nach einer kurzen theoretischen Einführung zum Thema „Experimentieren ohne Kiste“ machten sich die TeilnehmerInnen ans Werk, eigene Papiermaschinen zu bauen. Schnell eine Idee und dann Tüfteln. Durch Versuch und Irrtum entstanden eigene Antriebsformen zum Drehen, Schwenken und mit Auf- und Abbewegungen. Dank der guten Unterstützung, Motivation und einer entspannten Atmosphäre entwickelten wir viele verschiedene Papiermaschinen mit einer Vielzahl verschiedener Antriebsformen. Wir sagen Danke und wünschen weiterhin viel Freude bei der Arbeit mit den Kindern beim Forschen, Entdecken und Eperimentieren!

 

Workshop 8 mit Markus Wurster: Höhenmessung mit dem Quadranten

Der Workshop war sehr gut vorbereitet und klar strukturiert und spannend präsentiert, mit vielen praktischen Anteilen, die gut schulisch umzusetzen sind. Die Verzahnung von Praxis, Theorie, eigenem Erproben, sofortiger Umsetzung, Einordnung in die KE ermöglicht Nachhaltigkeit. Die Begeisterung des Referenten ist auf die Gruppe übergesprungen, und es hat uns allen großen Spaß gemacht.

It was a very good and well-rounded lesson involving so many aspects (math, geometry, woodwork). Markus spoke clearly and spoke really well for a teaching atmosphere! Thanks!

 

Workshop 9 mit Karl Grass: Workshop zur Erstellung von zwei Materialien zur Kosmischen Erziehung

Der Workshop war wieder genial vorbereitet. Selbst Nichthandwerker können sich Aufbewahrungskisten aus Holz herstellen und ein fertiges Arbeitsmaterial mit nach Hause nehmen und montags in der Schule und im Kinderhaus einsetzen.

Herr Grass, vielen Dank für Ihre Arbeit und die Bereitstellung der Materialien. Ihre Workshops machen Spaß und Lust auf mehr!

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