Montessori
Landesverband
Baden-Württemberg e.V.



Gespräch des Vorstands des Montessori-Landesverbandes Baden-Württemberg
mit der Kultusministerin Frau Dr. Eisenmann

Am Freitag, den 3. März 2017, traf sich der Vorstand des Montessori-Landesverbandes mit Frau Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, und Herrn Ministerialrat Striby, Leiter des Referats Lehrerausbildung / Lehrerfortbildung, im Büro der Ministerin.

Die Ministerin betonte mehrfach, dass ihr die Montessori-Pädagogik nicht nur ein Begriff sei sondern dass sie diese Pädagogik, insbesondere in Anbetracht der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft, sehr schätze und als außerordentlich sinnvoll erachte.

In entspannter und freundlicher Atmosphäre gelang es in der zur Verfügung stehenden Dreiviertelstunde, viele wichtige Themen anzusprechen, unter anderem:

- Wie kann es gelingen, dass qualifizierte Montessori-Pädagogen auch tatsächlich an staatlichen Schulen mit Montessori-Profil eingesetzt werden? Besteht künftig die Möglichkeit, dass Schulen, an denen nach den Grundsätzen von Maria Montessori unterrichtet wird, schulscharf ausschreiben dürfen?

- Müsste einem Schulbezirkswechsel aus pädagogischen Gründen nicht grundsätzlich stattgegeben werden? (Fallbeispiel: Wenn ein Kind ganz bewusst in einem Montessori-Kinderhaus angemeldet wurde und nun aber - weil ein Antrag auf Schulbezirkswechsel abgelehnt wurde - keine Montessori-Schule besuchen darf...)

- Besteht die Möglichkeit, dass angesichts der hohen Bewerberzahlen für die Diplomkurse an der Akademie in Bad Wildbad - so wie in früheren Jahren - im jährlichen Wechsel Diplom-und Zertifikatskurse angeboten werden können?

Frau Dr. Eisenmann versprach sich zu diesen Themen weitere Gedanken zu machen, und machte deutlich, dass es eines ihrer Anliegen sei, dass Lehrerfortbildungen in Baden-Württemberg, die die wichtigen pädagogischen Themen (beispielsweise das Thema "Inklusion") ansprechen, als besonders förderungswürdig eingestuft und entsprechend unterstützt werden würden.

Da die Montessori-Pädagogik schon von ihrem Ansatz her eine inklusive Pädagogik sei und gleich drei Mitglieder des Vorstands speziell in diesem Bereich über vertiefte Erfahrungen sowohl im Bereich der Schulpraxis als auch im Bereich der Aus- und Fortbildung verfügen, kam es an dieser Stelle zu einem sehr angeregten und offenen Gespräch. Die Ministerin zeigte sich sehr erfreut, als sie hörte, dass unser Vorstandsteam gerne bereit ist, unsere Erfahrungen zum Thema Inklusion in diesbezügliche Diskussionen miteinzubringen und die Lösungsansätze vorzustellen, die die Montessori-Pädagogik bietet.

Ganz spontan lud sie uns ein, an einer Fachkonferenz zum Thema "Inklusion" teilzunehmen, die Ende März in Stuttgart stattfand und zu der wir Vorstandsmitglieder entsenden konnten. Genauere Hintergrundinfos gab es dann gleich noch im Anschluss an das Gespräch mit Frau Dr. Eisenmann von Herrn Ministerialrat Asmussen.

"Sie haben meine volle und ganze Unterstützung" - dieser Satz der Ministerin freute uns sehr und wirkt noch in uns nach.
 

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