Montessori
Landesverband
Baden-Württemberg e.V.

Die letzten Jahre

Bis in die letzten Lebensjahre hinein war Montessori (rastlos) auf „pädagogischen Missionsreisen und man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Welt, und besonders das physisch wie seelisch beschädigte Europa, nach dem verheerenden Krieg auf sie gewartet haben, damit der pädagogische Neubeginn einer Friedensepoche beginnen konnte.

So reiste sie fast ununterbrochen z. B. in Indien, Ceylon, Pakistan (1949), zum Montessori-Kongress in San Remo (1949), durch die skandinavischen Länder (1950) und hielt Vorträge in Perugia, wo sie von der Universität zugleich zur Professorin ernannt wurde. Sie war Mitglied der UNESCO-Konferenz in Florenz (1950), führte einen Kurs in Innsbruck durch (1951) und begleitete ihren letzten Kongress 1951 in London. Unermüdlich war sie bis in ihre letzten Jahre auch schriftstellerisch tätig, z. B. What you Should Know About Your Child (1949), eine kurze Synthese ihres Denkens.

Zum Lebensabend wurde sie von Anerkennungen und Ehrungen überhäuft: das franz. Kreuz der Ehrenlegion (1949) wurde ihr vom Rektor der Sorbonne in Paris überreicht und in Perugia, Ancona, Mailand wurde sie zur Ehrenbürgerin ernannt (1950). Der italienische 1000-Lire-Schein wurde mit Montessoris Portrait gestaltet.

Hoch geehrt wurde sie auch in den Niederlanden, wo sie ihren Wohnsitz in Nordwijk aan Zee nahm. Sie wurde von der Universität Amsterdam mit dem Ehrendoktor und als außerordentliche Hochschulprofessorin gewürdigt und mit dem Orden von Oranien und Nassau ausgezeichnet. Ihre Nominierung zum Friedensnobelpreis blieb leider folgenlos, zeigt aber doch an, daß Maria Montessori als Kosmopolitin der Pädagogik und des Friedens ihren festen wie verdienstvollen Platz in der Geschichte gefunden hat.

Am 6. Mai 1952 starb Maria Montessori in Nordwijk aan Zee. Auf ihrem Grabstein auf dem katholischen Friedhof lesen wir: "Io prego i cari bambini che possono tutto di unirsi a me per la costruzione della pace negli uomini e nel mondo." ("Ich bitte die lieben Kinder, die alles können, mit mir zusammen für den Aufbau des Friedens zwischen den Menschen und in der Welt zu arbeiten.")

Maria Montessori 1949
Maria Montessori 1951
Grabsteininschrift
Auf dem 1000 Lire Schein
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