Montessori
Landesverband
Baden-Württemberg e.V.

Erkenntnisse über die Kindesentwicklung

Folgende Entdeckungen Maria Montessoris sind unter anderen für ihre Pädagogik prägend:

  1. Sie erkannte den Erziehungs- und Bildungsprozess primär als ein Selbstwerk des Kindes, aus einem inneren Bauplan heraus. Deshalb nennt Maria Montessori das Kind auch Baumeister des zukünftigen Menschen.

  2. Sie entdeckte, dass Kinder nicht alles zu jeder Zeit und in gleicher Weise lernen, sondern sog. Sensiblen Phasen, Entwicklungsabschnitte großer Offenheit und deutlich spezifischen Lernens z. B. für Sprache (0-13 Jahre), Bewegung (0-8 Jahre), Sozialverhalten, Moral, Intelligenz usw. beschrieben werden können.

  3. Sie beobachtete bei Kindern eine lang andauernde Konzentrationsfähigkeit (Polarisation der Aufmerksamkeit), für Maria Montessori Ausdruck einer unter bestimmten Voraussetzungen spontan einsetzenden individuellen Entwicklungs- und Lernaktivität (Selbstwerk des Kindes).

Das Selbstwerk des Kindes und damit dessen unabhängige und mündige Persönlichkeit zu fördern, waren und sind zentrale Anliegen der Pädagogik Maria Montessoris. Lernen wird dabei weniger durch pädagogisches „Einreden“, sondern durch die Anleitung zur Selbsttätigkeit bewirkt („Hilf mir, es selbst zu tun“).

Hohe Konzentration bei der großen Division: Das Kind lernt, sich Ziele zu setzen und die entsprechenden Wege zu finden.
(c) Montessori Landesverband Bayern (Foto: Anneliese Kompatscher)

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