Montessori
Landesverband
Baden-Württemberg e.V.

Andreas Hipp: Mit Kindern Musik entdecken

Singen wir ein Lied zusammen...

Um dies zu tun, machten wir uns auf die Reise, Töne zu entdecken, mit Hilfe der Glocken. Ton anschlagen und nachsingen wurde ein fester Bestandteil des Workshops – ob beim Suchen der gleichen Töne – hoher Ton-tiefer Ton – Tonpaarung in verschiedenen Stufenlektionen...

Im zweiten Teil entdeckten wir die Tonleiter (8/13 Töne). Ausgehend vom tiefsten Ton bis zum höchsten Ton. Mit der Personentonleiter kam die Bewegung dazu.

Zwei beeindruckende Elemente für mich:
Einmal: Die Tonleiter zu begreifen durch die Tonleitertreppe, zu fühlen, dass die Abstände der Töne und „Zwischentöne“ (Halbtöne) unterschiedlich sind.
Zum Anderen: Die Treppentonleiter zu erfahren durch eigenes Tun beim Spielen auf ihr.

Fazit: Ein toller Workshop, viel Spaß am Entdecken der Tonleiter, viele eigene Erfahrungen mit Lust auf mehr!

Herzlichen Dank!

Petra Meidinger

 

Karl Grass, Wolfgang Dautel: Hinweise für die Arbeit zur Satzanalyse mit der „Grünen Satzkiste“

Die Grüne Satzkiste (besser: Grüne Schatzkiste) ist ein neues Sprachmaterial zur Satzanalyse von Nienhuis, das aus der Sommerakademie Schwäbisch Gmünd entstanden ist.
 
Die Hauptunterschiede zu den Serien:
- keine willkürlichen Sätze, sondern kontextbezogene und im Schwierigkeitsgrad ansteigende Sätze
- Bildmaterial als Motivation und Hilfe
- Gründer Pfeil
- Kontrollbuch
- Präpositionalobjekt berücksichtigt
 
Tolles Material, tolles Seminar!
 
Margret Börner

 

Paul und Jeanette Jandl: Der neue Orientierungsplan für Kindergärten

Was will das Kind? Was braucht das Kind? Wie erfährt das Kind die Welt?
Dies waren die Schlagwörter zum Einstieg des Workshops, den Paul und Jeanette Jandl geleitet haben. Anhand des Orientierungsplanes erarbeiteten wir uns die Antworten dieser Fragen und stellten dabei fest, dass die Montessori-Pädagogik bereits viele Antworten hat.

Es wurden im Teil A des Orientierungsplanes die „Grundlagen des Orientierungsplans“ mit den „Geboten für den Erzieher“ von Maria Montessori verglichen  und festgestellt, dass es viele Übereinstimmungen gibt, wie z.B. die vorbereitete Umgebung, den beobachtenden Erzieher usw.

Zitate aus dem Orientierungsplan erinnern an die Schriften Montessoris, obwohl diese nicht benannt werden. („Im Hinblick auf Informationen sind Kinder wie Schwämme. Sie saugen begierig auf, was man ihnen bietet.“)

Im Teil B des Orientierungsplanes werden Ziele für die Bildungs- und Entwicklungsfelder der Kinder formuliert, in den Bereichen:

A) Körper, B) Sinne, C) Sprache, D) Denken, E) Gefühl, Mitgefühl, F) Sinn, Werte

Wir suchten gemeinsam nach den Antworten die uns die Montessori-Pädagogik für die einzelnen Ziele bereithält. Z.B. für das Ziel im Bereich Entwicklungsfeld Körper: „Kinder erwerben Wissen über ihren Körper und entwickeln ein Gespür für seine Fähigkeiten“ stellten wir fest, dass es u.a. in den Stilleübungen, den Übungen des täglichen Lebens und der kosmischen Erziehung umgesetzt wird.
In Gruppenarbeit haben wir alle Ziele bearbeitet und konnten sie mit montessorischen Aspekten umsetzen.

Paul und Jeanette Jandl haben diese Umsetzung der Ziele durch die Montessori-Pädagogik in einem Katalog festgehalten.

Vielen Dank für diese informative Fortbildung.

Angelika Buck

 

Peter Bay, Renée Claßen: Quadrieren und Wurzelziehen

Beginnend mit verschiedenen Perlenquadraten und Ergänzungen zum nächst größeren Quadrat erlebten  die TeilnehmerInnen  das Herleiten der binomischen Formel, der trinomischen Formel, das Kommunikativ- und Distributivgesetz, die verstanden sein sollten bevor das Quadrieren beginnt.

Die materialisierte Abstraktion mit dem goldenen Perlenmaterial, später mit dem Markenspiel macht das Quadrieren anschaulich. In dieser Phase führt das Material und das Schreiben bleibt im Hintergrund.

Zunächst ist jeder Schritt konkret, alles kann am Material abgelesen werden. Allmählich mit dem Wurzelbrett und den Führungsquadraten gelangt das Schreiben und die Abstraktion in den Vordergrund und endet bei den Algebra-Formeln. Ähnliches Vorgehen erfolgte beim Wurzelziehen.

Die Erzählung zur Entstehung des Wurzelziehens ergab einen  panoramaartigen  Überblick über die Geschichte des Wurzelziehens nach montessorischem Vorbild.

Auf Wunsch von TeilnehmerInnen übernahm  freundlicherweise Frau Braun am Sonntagmorgen spontan eine Einführung in die Arbeit mit dem Trinomischen  Kubus anhand der märchenhaften Erzählung der drei Könige, die mit ihrem Gefolge gegeneinander kämpfen.

Bereits im vergangenen Jahr boten Reneé Claasen und Peter Bay einen workshop an, der in dem diesjährigen seine Fortsetzung fand. Jeder Schritt baute logisch auf den anderen auf,Rückfragen der Teilnehmer waren erwünscht und konnten sachkundig beantwortet werden.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit der beiden Referenten war für uns Teilnehmer spürbar und die Aussicht auf das Skript lässt uns auf baldige Umsetzung in die Praxis hoffen.

Für mich selbst waren die Darbietungen eine sinnvolle und bereichernde Ergänzung zum Diplomkurs. Herzlichen Dank für höchste Qualität!

Ulrike Seitz 

 

Regine Grupp: Neurophysiologische Entwicklungsförderung NDT/INPP®

In ihrem Workshop stellte Frau Grupp die mitgebrachte Literatur zur Thematik INPP vor:

· Sally Goddard Blythe: Greifen und Begreifen – gute Beschreibung der Reflexe
· Dorothea Beigel: Flügel und Wurzeln – gute Verwendbarkeit einzelner Tipps
· Sally Goddard Blythe: Warum ihr Kind Bewegung braucht – breit gefasster Inhalt
· Robby Sacher: Handbuch KISS KIDDs – Symptome entwicklungsbeeinträchtigter Kinder

Kinderärzte haben oft kein Wissen über INPP bzw. sind misstrauisch, da diese Entwicklungsförderung durch Pädagogen erbracht wird. Sie schauen nach der Geburt nach den Reflexen, versäumen aber oft, zu einem späteren Zeitpunkt abzuklären, ob diese auch vollständig integriert sind.

Sehr anschaulich und informativ waren die Filmsequenzen mit Tests und Übungen aus dem INPP-Programm, die die TeilnehmerInnen des Workshops anschließend selbst durchführen konnten.

Die anschließende Diskussion drehte sich um die Fragestellungen, was die TeilnehmerInnen in ihrer praktischen Arbeit selbst tun könnten, inwieweit INPP für Kinder mit AD(H)S statt Ritalin eine Behandlungsmöglichkeit sei, um die besondere Problematik bei Jungen sowie um die Abgrenzung zur Sensorischen Integrationstherapie nach Jean Ayres und die Frage nach Anlaufstellen für INPP in der näheren Umgebung. Frau Grupps hoher Erfahrungsschatz führte zu anregenden Gesprächen über die Bedeutung des Themas für alle Generationen. Ihre sehr kompetente und menschlich einfühlsame Art war besonders in den Phasen der praktischen Umsetzung durch die TeilnehmerInnen sehr hilfreich.

Kompetente Aus- und Fortbildung ist Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung von INPP durch LehrerInnen und ErzieherInnen, das Programm sollte bereits im Kinderhausbereich Anwendung finden. Kurse hierzu dauern 1 ½ Tage.

Manfred Salzbrunn

 

 

Gabi Binder: Offener Gesprächskreis zum Thema: Die Rolle des Erziehers / Lehrers - Wir helfen den Kindern, `es selbst zu tun` –  und wer hilft uns?

Am Workshop nahmen 5 TeilnehmerInnen aus Kindergarten, Grund- und Förderschule teil.

5 Themenbereiche beschäftigten uns:

  • Arbeitsatmosphäre
  • Unterrichtsorganisation
  • Schulorganisation
  • Vorbereitete Umgebung
  • Regeln/Verhalten

Die Schwerpunkte lagen bei der Unterrichtsorganisation und beim Bereich Regeln/Verhalten.

Was sich im Gespräch als sehr abhängig voneinander herausstellte: Wenn wir als Lehrer/Erzieher in unserer Mitte in innerer Ruhe bleiben, überträgt sich dies auf die Schüler. Regeln werden eher eingehalten, ich bekomme vielleicht mehr Zeit für Beobachtungen und Einführungen, was für uns alle das größte Problem ist.

Wir sehen uns im Spannungsfeld zwischen der eigenen Zufriedenheit, den Erwartungen der Eltern und dem Korsett des Schulsystems, weshalb wir die Psychohygiene sehr wichtig nehmen sollten.

Wichtig ist auch, die Sichtweise Maria Montessoris vom Kind (Wertschätzung des Kindes, der Umgang mit unserer Schöpfung, sich einlassen auf das Kind, sich als Erzieher/Lehrer zurücknehmen) umsetzen zu können.

 

Petra Wöbcke-Helmle, Thomas Helmle: Experimente in der Montessori-Arbeit im Kinderhaus- und Schulalter (3 - 6 und 6 - 12 Jahre)

Die Schwerpunkte der Veranstaltung waren Experimente zu den Bereichen Wasser, Luft, Mechanik und Magnetismus.

Nach einer kurzen theoretischen allgemeinen Einführung von Helmles, wobei  die Wichtigkeit von Natur – und Kulturbegegnungen für Kinder gerade heute unterstrichen wurde, stand eine Fülle von Experimenten bereit.

Erzählungen als „panoramaartige Überblicke“ stehen über den Themenbereichen und wurden von Petra Wöbcke-Helmle und Thomas Helmle sehr eindrucksvoll erzählt. Diese Erzählungen sollen eine tiefere Beschäftigung mit der Materie bewirken.

Danach konnten die TeilnehmerInnen die bereitgestellten Experimente ausprobieren und selbst viele verschiedene Erfahrungen machen.

In der „freien Arbeit“ mit Experimenten gibt es keine Fehlerkontrolle, kein richtig und falsch und durch viele verschiedene Experimente zu einem Thema soll ermöglicht werden, Gesetzmäßigkeiten zu entdecken. Es geht um das Staunen, Beobachten, Forschen, Vermuten von Ursache und Wirkung und das Dokumentieren von Arbeitsgängen und Ergebnissen. Eine achtungsvolle Grundhaltung ist das Ziel der Bemühungen.

Der Workshop war wieder einmal hervorragend vorbereitet und spannend präsentiert, so dass alle TeilnehmerInnen auch den Abendtermin noch gut durchhalten konnten.

Herzlichen Dank für die Teilhabe an Eurem Wissen, Erfahrungen und Materialien.

Beate Wieland

 

 

Martina Fleig: Godly Play

Wir kommen in den Raum, eine kleine Vorbereitete Umgebung ist zu sehen. 2 goldene Kisten, 2 Tabletts, die heilige Familie in der Mitte des Regals. In jeder Kiste auf jedem Tablett ist eine Geschichte, vollständig und bereit zum Herausnehmen und Erleben.

Jede Kiste hat ihren Platz. Wir versammeln uns im Kreis auf dem Boden und begrüßen uns.

„Sind Sie bereit für eine Geschichte?“...Die Kerze wird angezündet...Stille...Ein gemeinsames Begrüßungslied...Stille...Spannung...

Frau Fleig holt eine Kiste, sehr langsam und demütig.

Nun die Darbietung: Klare Bewegungen, klare Sprache, voller Ruhe, die Kiste halb geöffnet, Respekt vor den Figuren, Blick auf die Figuren, Zeit und Raum für die Partizipation der Kinder und deren Assoziationen im Inneren.

Am Schluss verschwindet Alles sehr langsam und bedacht in der Kiste, kehrt zurück auf seinen Platz.

Nach der Darbietung folgt ein offenes Gespräch, dann ein Kreativteil und ein Fest. Feiern ist wichtig.

Godly Play verbindet die theologische Überzeugung, dass sich Gott im Leben eines jeden Menschen erfahrbar machen will, mit dem pädagogischen Konzept Maria Montessoris.

Godly Play ermutigt zum Theologisieren und traut den Menschen zu, staunend, feiernd, hörend, redend, spielend Gott zu begegnen.

Weitere Infos unter www.godlyplay.de und www.godlyplay-materialien.de

Regine Domoslai

 

 

Erich Hammer: "Potenzieren eines Binoms" - Baukasten für (a+b)6

Herr Hammer demonstriert die Entwicklung vom Potenzbegriff zum Binom, das Potenzieren von Binomen bis (3+2)6 bzw. (a+b)6  wurde handelnd mit Hilfe von Holzklötzen erarbeitet. Während uns allen (a+b)2 =a2 +2ab+b2  noch bekannt vorkommt, bauen wir uns (a+b)6 =a6 +6 a5b+ 15a4b2 +20a3b3+15a2b4+6ab5+b6  - vom Würfel – zur Stange – zur Platte – zum Würfel.... Logisch – oder???!

Der Workshop war sehr gut vorbereitet, bis ins Kleinste durchdacht, liebevoll in Handarbeit hergestelltes Material polarisierte unsere Aufmerksamkeit – wir könnten locker weitermachen!

Anna Ferroukhi

 

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